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News & Blog

Eine nicht alltägliche Reise

 

Wir atmen ein, wir atmen aus. Es ist das Erste, was wir in diesem Leben tun – und das Letzte. Der erste Atemzug: ein Ankommen im eigenen Leben. Der letzte Atemzug: ein Loslassen von allem, was war. Wir atmen ein und aus. Sind wir uns dieser unerschöpflichen Quelle im alltäglichen Tun bewusst? Wenn wir den Duft von fein riechendem Essen einatmen, denken wir dann ans bevorstehende Essen oder an den Atemzug, den wir gerade gemacht haben? Wie selbstverständlich ist unser Atmen und wie bereichernd kann es sein, bewusst und aufmerksam dem Atemstrom zu folgen. Wir können erfahren, dass unser sauerstoffreicheres Blut uns Energie schenkt, wir können Seelenräume öffnen, indem wir das Ein- und Ausatmen bewusst verbinden. Längst Vergessenes und Verdrängtes kann auftauchen und mit jedem bewussten Atemzug dürfen wir Altes loslassen und Neues willkommen heissen – vielleicht für einen zeitlosen Moment in der Schwebe ganz und gar im Gleichgewicht sein. Wir atmen ein und atmen aus, gemeinsam in einem Raum. Wie ist es, dazuliegen und zu wissen, dass alle um uns herum gerade dasselbe tun? Atmen – länger aus als ein. In ständiger Wiederkehr und wachem Bewusstsein immer nur das Eine: Einatmen durch die Nase, Ausatmen durch die Nase, Ein und Aus, in unserem je eigenen Rhythmus, getragen von uns selbst und vom Klangteppich der Musik. Wir sind allein – und doch in Gemeinschaft, liegend und atmend, in diesem von uns gewählten Moment. Ist es da möglich, uns zu befreien von dem, was uns im Wege steht, was in uns blockiert ist, was in unserem Leben gelöst sein möchte? Wir können nicht wählen, wohin die Atemreise jeden von uns führen wird, aber wir können mutig und vertrauensvoll wagen, uns zu erfahren - unser Leben in seiner einfachsten und tiefsten Dimension.

 

Katharina Arcon, 16. März 2026 

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